Diabetische Nephropathie

Diabetische Nephropathie

Die diabetische Nephropathie ist eine Erkrankung der Nieren und tritt auf als Komplikation infolge eines Diabetes Mellitus.

Symptome

Die Erkrankung verläuft in fünf Phasen. Erst nach einigen Jahren, in der Phase der sogenannten Mikroalbuminurie, treten bei den Patienten erste eindeutige Symptome auf. Typische Symptome in dieser Phase der Erkrankung sind Kopfschmerzen, Juckreiz, Leistungsschwäche, unter anderem auch als Folge einer Blutarmut, Gewichtszunahme, sowie eine vermehrte Wassereinlagerung im Gewebe.

Ursachen und Verlauf

Durch den erhöhten Blutzuckerspiegel kommt es in Phase 1 und 2 der diabetischen Nephropathie aufgrund von Ablagerungen in den Nierengefäßen zu einer Arteriosklerose. Der Blutdurchfluss ist durch die Ablagerungen in den Gefäßen gestört und und verursacht eine Funktionsstörung der Nieren. Der Körper versucht daraufhin, dem Problem entgegenzusteuern, was zu einer überdurchschnittlichen Durchblutung des Organs führt. In der Folge kommt es zu einer Veränderung der Strukturen in den Nierenkörperchen. Aufgrund der Selbstregulation des Körpers ist in den frühen Phasen der Erkrankung noch kein Nachweis einer diabetischen Nephropathie durch Blut- oder Urinuntersuchungen möglich.
Erst in Phase 3 kommt es dann zu einer vermehrten Ausscheidung von Eiweißen und der sogenannten Mikroalbuminurie. Diese zeichnet sich aus durch ein Übermaß des Proteins Albumin im Urin von bis zu 300 mg am Tag. Bei einem gesunden Menschen ist der Urin im Normalfall frei von Eiweißen.
Bleibt die Erkrankung unbehandelt folgt auf die Mikroalbuminurie eine Makroalbuminurie mit einer Albuminausscheidung von mehr als 300 mg täglich.
Anschließend kommt es zu einer chronischen Niereninsuffizienz, die sich beim Patienten auch durch einen stark erhöhten Blutdruck bemerkbar macht. Die Auswirkung der Erkrankung auf das Herz-Kreislaufsystem ist in dieser Phase bereits lebensbedrohlich.
In der letzten Phase der diabetischen Nephropathie kommt es zum Nierenversagen. Eine Dialyse ist nun unerlässlich.

Therapie

Diabetische Nephropathie

Diabetes und Bluthochdruck? Dann ist die Gefahr einer diabetischen Nephropathie besonders groß.

Nicht bei jedem Diabetes Mellitus entwickelt sich eine diabetische Nephropathie. Dies hängt von vielerlei Faktoren ab. Generell kann aber gesagt werden, dass das Risiko für eine diabetische Nephropathie steigt, um so höher der Blutzuckerspiegel des Patienten ist. Deshalb besteht die Therapie in erster Linie darin, den Blutzuckerspiegel des Patienten so gut wie möglich einzustellen.
In den frühen Stadien der diabetischen  Nephropathie sind die Schäden im Nierengewebe vom Körper unter Umständen noch selbst zu beheben, in späteren Stadien dagegen kann nur noch versucht werden, durch die Senkung des Blutzuckerspiegels eine Verschlimmerung der Erkrankung zu verhindern.
Kommt es infolge einer diabetischen Nephropathie zu einem erhöhten Blutdruck, so muss dieser so früh wie möglich behandelt werden, da es andererseits zu schwerwiegenden Komplikationen für das Herz-Kreislaufsystem kommen kann.
Bei einer bestehenden diabetischen Nephropathie sind fortan alle zusätzlichen Belastungen der Nieren zu meiden, wie beispielsweise auch ein Übermaß von Eiweiß in der täglichen Nahrung. Einer salzarmen Ernährung ist vor allem auch bei Bluthochdruck anzuraten. Zusätzlich sollten die Blutfettwerte regelmäßig kontrolliert werden und der Patient sollte dazu angehalten werden, ein eventuelles Übergewicht abzubauen. Der Verzicht auf Alkohol und Nikotin sollte für den Patienten  eine Selbstverständlichkeit sein.
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